Bildung. Literatur. 2 CDs: Alles, was man wissen muss


 
Schöne, aber viel zu subjektive und kurze Auswahl
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Bildung. Literatur. 2 CDs: Alles, was man wissen muss (Audio CD) Dietrich Schwanitz ist so eine Sache für sich, hat er sich doch schon den Hass der Akademsichen Welt zugezogen, und ist sein Werk Bildung durchaus nicht unkritisch diskutiert worden.

Doch alles der Reihe nach:
Die Auswahl die Schwanitz trifft, ist (natürlich) begrenzt,auf 2 CD's kann man einfach nicht alle wichtigen Werke der Weltliteratur pressen (an dieser Stelle möchte ich den Vorleser Matthias Ponnier loben, dessen Stimme angenehm und interessiert klingt).
Die ausgewählten Werke und Autoren sind allesamt Klassiker und gehören zu recht zu dieser Auswahl, doch leider muss man hier auch eine klare Unterscheidung treffen, Namen wie Goethe, Schiller, Shakespare und Joyces gehören sicherlich in jede Auswahl aber warum nennt man Werke von den Brontë-Sisters oder von Robert Musil, die zwar auch Klassiker der Weltliteratur sind, aber von ihrer Bedeutung und ihrer Bekanntheit dennoch weit hinter nicht genannten klassischen Schriftstellern zurück liegen (John Milton als wichtigster Englischer Schriftsteller nach Shakespeare ist sicherlich wichtiger für die Literaturgeschichte als die Bronte-Sisters, und ein Heinrich Böll oder ein Hermann Hesse haben sicherlich eine größere bedeutung als Robert Musil).

Und hier kommen wir schon zu einem weiteren Kritikpunkt:
Die ganze Auswahl wirkt überaus subjektiv, so als hätte der Autor seine Lieblinge und als wollte er nur diese als Bildungsnotwendig sehen.
So nennt er zwar mit Tolstoi und Dostojewski zwei der drei großen russischen Schriftsteller, aber er erwähnt (nicht einmal nebenbei) mit keinem Wort den dritten in dieser großen Runde, den Gesselschaftskritiker und Komödiant Nikolai Gogol.
Ausserdem fehlen auch viele bedeutende deustche Schriftsteller, etwa die oben genannten, oder auch Georg Büchner.
Was die subjektivität seiner Zusammenfassung noch deutlicher sichtbar macht ist die unglaublich übetriebene Lobeshymne auf William Shakespeare.

Was mich aber fast am allermeisten stört ist, dass er die Weltliteratur nur auf Europa bezieht, mit keinem Wort erwähnt er zum Beispiel überaus wichtige amerikansiche Literaten wie Edgar Allan Poe oder John Steinbeck.

Alles in allem sind die genannten Werke durchaus berechtigt, aber man hätte auch noch andere und auch (teilweise) wichtigere Namen finden können, hätte man sie überhaupt gesucht.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 2. Juni 2009
Kundenrezensionen:
3. Eine Literaturvorlesung quer durch's Abendland
2. Gut, aber zu kurz
1. Schöne, aber viel zu subjektive und kurze Auswahl (die aktuell angezeigte Rezension)
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